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Wachsen.

Neues Wachstum organisieren

Neues Wachstum organisieren

Dieses Handlungsfeld bündelt Transformationspfade, die auf die Erschließung neuer Wachstumsfelder und die Stärkung der Innovationsfähigkeit von Weser-Ems zielen. Er umfasst Pfade zu Offshore-Wind als immer stärkeren Wertschöpfungsfaktor, zur europäischen Energieintegration, zu Innovationsökosystemen und Transferstrukturen, zu Schlüsseltechnologien wie KI und Biotechnologie, zu Reallaboren und Demonstrationsprojekten, zur nachhaltigen Tourismuswirtschaft sowie zu Sicherheit und Resilienz als Wirtschaftsfaktor.

Diese Pfade teilen die Ausrichtung auf zukünftige Märkte, neue Technologien und strategische Positionierungen, die über die Erneuerung des Bestehenden hinausgehen. Sie setzen voraus, dass die Grundlagen aus Handlungsfeld I gesichert sind, und bauen teilweise auf den transformierten Strukturen aus Handlungsfeld II auf. Gleichzeitig eröffnen sie eigenständige Entwicklungsperspektiven.

Handlungsfeld III wurde als eigenständiger Handlungsfeld gebildet, weil neues Wachstum eine aktive Gestaltungshaltung erfordert: Weser-Ems muss Chancen identifizieren, Akteure zusammenbringen und Rahmenbedingungen für Investitionen und Innovationen gezielt schaffen - statt nur auf Veränderungsdruck zu reagieren.

Folgende 6 Transformationspfade sollen beschritten werden:

Offshore-Wind als zunehmender Wertschöpfungsfaktor

Weser-Ems wird seine Position als industrielle und logistische Basis für den Offshore-Windausbau gezielt ausbauen. Die Region strebt an, regionale Fertigungskapazitäten, Servicebasen und Hafeninfrastrukturen für Offshore-Windanlagen weiterzuentwickeln und Ausbildungsstandards für maritime Offshore-Berufe zu etablieren. Ziel ist es, den wachsenden europäischen Offshore-Windmarkt als dauerhaften Wertschöpfungs- und Beschäftigungsfaktor für die Region zu nutzen.

Innovationsökosystem und Transferstrukturen

Weser-Ems wird den Wissens- und Technologietransfer zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und regionalen Unternehmen gezielt stärken. Die Region strebt an, anwendungsnahe Transferformate, Pilotierungsräume und Kooperationsstrukturen aufzubauen, die Forschungsergebnisse schneller in marktfähige Lösungen überführen. Ziel ist ein regionales Innovationsökosystem, das wissenschaftliche Stärken mit wirtschaftlichem Bedarf verbindet und Weser-Ems als attraktiven Standort für forschungsintensive Unternehmen und Gründungen

Schlüsseltechnologien KI, Robotik und Biotechnologie

Weser-Ems beabsichtigt, die Entwicklung und Anwendung von Schlüsseltechnologien in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Robotik und Biotechnologie forcieren. Die Region strebt an, vorhandene Anwendungsfelder besonders in der Agrar-, Energie- und maritimen Wirtschaft zu nutzen, um Pilotprojekte zu initiieren und Unternehmen bei der Einführung neuer Technologien zu unterstützen. Ziel ist eine technologisch wettbewerbsfähige Region, die neue Wertschöpfungspotenziale erschließt und Innovationen in die Breite bringt.

Reallabore und Demonstrationsprojekte

Reallabore und Demonstrationsprojekte werden als geeignete Instrumente gesehen, um neue Technologien und Konzepte in realen Anwendungsräumen zu erproben und weiterzuentwickeln. Die Region strebt an, Modellprojekte in Bereichen wie Sektorenkopplung, intelligente Quartiere, nachhaltige Mobilität, Wassermanagement und digitale Verwaltung zu initiieren. Ziel ist es, Innovationen schneller in die Praxis zu überführen und Weser-Ems als Erprobungsraum für zukunftsfähige Lösungen zu etablieren.

Nachhaltige Tourismuswirtschaft und Bedeutung der Kultur

Auch der Tourismus muss sich transformieren. Weser-Ems will den Tourismus und Kulturangebote als Standortfaktoren und Wirtschaftssektoren weiterentwickeln. Die Region strebt an, touristische Infrastrukturen nachhaltiger, digitaler und barrierefreier zu gestalten und kulturelle Angebote in der Fläche zu stärken. Ziel ist ein Tourismus, der regionale Naturräume und kulturelle Identität schützt, wirtschaftliche Wertschöpfung für KMU und Kommunen schafft und zur Lebensqualität der gesamten Region beiträgt. Tourismus ist kein isolierter Sektor, sondern muss mit Regionalentwicklung, Mobilität und Kultur zusammen gedacht werden, so dass gleichzeitig positive Effekte für die Bevölkerung entstehen.

Sicherheit und Resilienz als Wirtschaftsfaktor

Weser-Ems erkennt maritime Sicherheitstechnologie, Infrastrukturresilienz und verteidigungsrelevante Industrien als zunehmend bedeutsam an und will diese Bereiche gezielter entwickeln. Die Region strebt an, vorhandene Kompetenzen in maritimer Technik und Hafeninfrastruktur mit wachsenden sicherheitspolitischen Anforderungen zu verknüpfen. Ziel ist es, regionale Stärken in einem Markt zu nutzen, der durch veränderte geopolitische Rahmenbedingungen an strategischer Bedeutung gewinnt. Aufgrund der besonderen Lagegunst von Weser-Ems umfasst das auch die Entwicklung und Revitalisierung militärischer Standorte für die nationale Verteidigung.

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