Zusammen.
Wachsen.

Standortattraktivität ausbauen

Standortattraktivität ausbauen

Dieses Handlungsfeld fasst diejenigen Transformationspfade zusammen, die die grundlegenden Voraussetzungen für wirtschaftliche Entwicklung und Investitionsfähigkeit in Weser-Ems schaffen. Er umfasst Pfade zu Energieversorgung, Wasserstoff, Infrastruktur, Digitalisierung der Verwaltung, Fachkräftesicherung, Flächenmanagement, digitaler Kommunikationsinfrastruktur, Rohstoffresilienz, gleichwertigen Lebensverhältnissen und multimodaler Logistik.

Diese Pfade teilen eine gemeinsame Logik: Sie adressieren keine spezifischen Branchen oder Wachstumsfelder, sondern die strukturellen Rahmenbedingungen, ohne die alle anderen Transformationsziele nicht erreichbar sind. Energie muss verfügbar und bezahlbar sein, bevor Industrie dekarbonisieren kann. Flächen müssen gesichert sein, bevor neue Wertschöpfung entstehen kann. Fachkräfte müssen vorhanden sein, bevor Unternehmen wachsen können. Genehmigungen müssen schneller werden, wenn Investitionen fließen sollen.

Handlungsfeld I wurde deshalb als eigenständiger Handlungsfeld gebildet, weil er die Querschnittsvoraussetzungen der gesamten Transformationsstrategie bündelt. Er fokussiert auf Weser-Ems als Standort - und nicht auf einzelne Sektoren oder Akteursgruppen.

Folgende 11 Transformationspfade sollen beschritten werden:

Wettbewerbsfähige Energieversorgung

Weser-Ems strebt den Aufbau eines integrierten, wettbewerbsfähigen Energiesystems an, das Stromerzeugung, Wärmeversorgung, industrielle Nutzung und Mobilität regional verbindet. Die Region wird ihre bestehenden Stärken in der Windenergie, der Netzinfrastruktur und der Speichertechnologie gezielt ausbauen und zur Grundlage für wettbewerbsfähige Energiepreise machen. Ziel ist es, Industrie und Gewerbe in Weser-Ems mit zuverlässiger und primär erneuerbarer Energie zu versorgen und damit die Standortattraktivität langfristig zu sichern.

Regionale Wasserstoffwertschöpfungsketten

Weser-Ems wird eine vollständige regionale Wasserstoffwertschöpfungskette aufbauen - von der Erzeugung über Speicherung und Transport bis zur industriellen und logistischen Anwendung. Die Region strebt an, die bereits aktiven H₂-Cluster in den Teilregionen zu stärken und die vorhandene Hafeninfrastruktur als Import- und Verteilungsdrehscheibe zu nutzen. Ziel ist es, grünen Wasserstoff als tragfähigen Energieträger für energieintensive Industrien und die regionale Logistik verfügbar zu machen.

Infrastrukturvoraussetzungen Strom, Schiene, Straße, Wasser

Weser-Ems will ein Infrastruktur-Portfolio aufzeigen, das Prioritäten für den Ausbau von Energienetzen, Schienenverbindungen, Straßennetzen und Wasserstraßen bündelt. Die Region wird weitere Anstrengungen unternehmen, Engpässe bei investitionskritischen Infrastrukturen sichtbar zu machen und Projekte mit hohem Mehrwertpotenzial gegenüber Land und Bund zu vertreten. Ziel ist es, die Standortvoraussetzungen für industrielle Transformation, neue Ansiedlungen und eine verlässliche Daseinsvorsorge langfristig zu sichern.

Digitale Verwaltung und Standards

Weser-Ems will die Verwaltungsdigitalisierung als organisatorische Transformation verstehen und vorantreiben. Die Region strebt an, medienbruchfreie Prozesse und einheitliche Fachverfahren und Datenstandards in den Kommunen einzuführen. Ziel ist eine Verwaltung, die für Bürgerinnen und Bürger sowie für Unternehmen verlässlich, verständlich und digital zugänglich ist - und die durch effizientere Abläufe Kapazitäten für die Bewältigung weiterer Transformationsaufgaben freisetzt.

Beschleunigung von Genehmigungsverfahren

Weser-Ems wird Beschleunigungssysteme für Genehmigungsverfahren vorantreiben. Die Region strebt an, investitionskritische Vorhaben in den Bereichen Energie, Industrie und Infrastruktur zu priorisieren und deren Umsetzung noch proaktiver zu begleiten. Ziel muss es, sein Planungs- und Genehmigungsprozesse auf allen Ebenen spürbar zu verkürzen und damit die Realisierbarkeit von Transformationsinvestitionen zu verbessern, insbesondere um Unternehmen verlässliche Zeitrahmen für deren Investitionsentscheidungen zu bieten.

Fachkräftestrategien für Transformationsberufe

Weser-Ems wird abgestimmte Fachkräftestrategien entwickeln, die Qualifizierungspfade für Transformationsberufe in den Bereichen Energie, Digitalisierung, maritime Wirtschaft und Kreislaufwirtschaft bündeln. Die Region strebt an, Unternehmen, Berufsschulen, Hochschulen und Arbeitsmarktakteure in gemeinsamen Qualifizierungsverbünden stärker zusammenzubringen. Ziel ist es, Fachkräftelücken gezielt zu schließen und Beschäftigte auf die Anforderungen einer klimaneutralen und digital geprägten Arbeitswelt vorzubereiten.

Intelligentes Flächenmanagement und Gewerbeentwicklung

Weser-Ems wird regionsbezogene und abgestimmte Flächenmanagements entwickeln müssen, um Flächen für Energie, Industrie, Logistik und Ausgleich koordiniert und langfristig zu sichern. Die Region strebt an, neue Gewerbe- und Industriegebiete besonders im Umfeld erneuerbarer Erzeugungsstandorte und leistungsfähiger Netzanschlusspunkte zu entwickeln. Ziel ist es, Ansiedlungsvoraussetzungen für transformationsrelevante Unternehmen zu schaffen und die Flächenkonkurrenz zwischen wirtschaftlicher Entwicklung, Naturschutz und Energieerzeugung frühzeitig zu koordinieren.

Resiliente Daten- und Kommunikationsinfrastrukturen

Weser-Ems wird den Ausbau einer leistungsfähigen und sicheren digitalen Infrastruktur als strategische Aufgabe der Region verstehen. Die Region strebt an, die Gigabit-Versorgung flächendeckend voranzutreiben, Smart-Grid-Strukturen auszubauen und gemeinsame Sicherheitsstandards für Kommunen zu etablieren. Ziel ist eine digitale Infrastruktur, die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, Verwaltungseffizienz und Krisenresilienz gleichermaßen unterstützt.

Versorgungssicherheit bei kritischen Rohstoffen

Weser-Ems wird darauf hinarbeiten, die regionale Versorgungssicherheit bei kritischen Rohstoffen zu verbessern, indem Kreislaufwirtschaft, Bioökonomie und maritime Logistik als Versorgungsbausteine gezielt gestärkt werden. Die Region strebt an, Abhängigkeiten von globalen Rohstoffmärkten zu verringern und regionale Stoff- und Materialkreisläufe zu schließen. Ziel ist eine robustere industrielle Basis, die gegenüber externen Lieferkettenstörungen widerstandsfähiger ist.

Multimodale Logistikachsen zwischen Küste, Binnenland und Wirtschaftsstandorten

Weser-Ems wird seine multimodalen Logistikverbindungen zwischen Seehäfen, Schieneninfrastruktur, Binnenwasserstraßen und industriellen Standorten gezielt weiterentwickeln. Das kann auch den Luftverkehr umfassen mit innovativen Entwicklungen. Die Region strebt an, bestehende funktionale Verbindungen auszubauen, Schnittstellen zwischen Verkehrsträgern zu verbessern und die Logistikinfrastruktur konsequent auf klimafreundliche Transportlösungen auszurichten. Ziel ist eine leistungsfähige, effiziente und emissionsarme Logistikkette, die die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft stärkt.

Gleichwertige Lebensverhältnisse und innovative Daseinsvorsorge

Weser-Ems will interkommunale Lösungen für Mobilität, Nahversorgung, medizinische Versorgung und digitale Teilhabe im ländlichen Raum und in den Städten entwickeln. Die Region strebt an, Daseinsvorsorge als Standortfaktor für die Transformation zu verstehen und gezielt zu stärken - nicht zuletzt, um die Attraktivität der Region für Fachkräfte und junge Menschen zu erhalten. Ziel ist eine Grundversorgung, die in allen Teilräumen verlässlich, erreichbar und zukunftsfähig gestaltet ist. Hierbei sollen vor allem innovative Lösungen der Daseinsvorsorge entwickelt, umgesetzt und transferiert werden.

Einstellungen

Accessibility

Über folgende Optionen können Sie das Interface individuell auf Barrierefreiheit anpassen. Unsere Website orientiert sich an den Accessibility Guidelines für Barrierefreiheit, festgelegt vom W3C. Über folgende Optionen können Sie das Interface weiter auf Ihre Bedürfnisse anpassen.