Projektstart „WEcircleValley – Kreislaufwirtschaft in der Bioökonomie in Weser-Ems“
Mit einer Kick-off-Konferenz in Osnabrück ist am 6. Mai 2026 das Projekt „WEcircleValley – Kreislaufwirtschaft in der Bioökonomie in Weser-Ems“ offiziell gestartet. Mehr als 80 Teilnehmende aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und regionalen Netzwerken kamen im Zentrum für Umweltkommunikation der Deutschen Bundesstiftung Umwelt zusammen, um Chancen, Hemmnisse und konkrete Ansätze für eine stärker kreislauforientierte Bioökonomie zu diskutieren.
Reststoffe als Grundlage neuer Wertschöpfung
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Neben- und Reststoffe aus Landwirtschaft und Ernährungswirtschaft besser genutzt und in neue Wertschöpfungsketten überführt werden können. Dazu sollen Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Start-ups, Kommunen und weitere Akteure gezielt miteinander vernetzt werden. Ziel ist es, aus bislang ungenutzten Stoffströmen neue Produkte, Anwendungen und Geschäftsmodelle zu entwickeln.
Während der Auftaktveranstaltung wurden unter anderem Verwertungswege für biogene Reststoffe, digitale Lösungen zur Erfassung von Stoffströmen, biobasierte Materialien sowie regulatorische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen behandelt. Als zentrale Herausforderungen wurden fehlende Transparenz über verfügbare Nebenströme, komplexe rechtliche Vorgaben, fehlende Standards und teilweise hohe Kosten neuer Verfahren benannt.
Leadpartner des Projekts ist der Landkreis Osnabrück stellvertretend für den Strategierat Bioökonomie Weser-Ems. Landkreise sowie Unternehmen und Forschungspartner aus der Region sind direkt beteiligt. In der weiteren Projektarbeit sind unter anderem Praxistage, Workshops, digitale Informationsangebote, eine Plattform für Nebenströme und die Entwicklung konkreter Pilotprojekte vorgesehen. WEcircleValley soll damit regionale Kooperationen erleichtern und wirtschaftlich tragfähige Kreislauflösungen in die Praxis bringen.